Mainfranken Theater Würzburg: die Fledermaus

17. Mai 2013 in Schweinfurt

Operette mit Musik von Johann Strauß.

Textfassung nach Karl Haffner und Richard Genée auf Grundlage des Vaudevilles "Le Réveillon" von Henri Meilhac und Ludovic Halévy in der deutschen Bearbeitung von Karl Haffner

Musikalische Leitung: Andrea Sanguineti
Inszenierung: Georg Rootering
Bühne: Bernd Franke
Kostüme: Götz Lanzelot Fischer
Choreographie: Ivan Alboresi
Choreinstudierung: Markus Popp
mit Kenneth Beal, Silke Evers, Daniel Fiolka, Anja Gutgesell, Christian Higer a. G., Johan F. Kirsten, Sonja Koppelhuber, Karen Leiber, Stamatia Molloudi a. G., Uwe Schenker-Primus a.G., Barbara Schöller, Joshua Whitener
Opernchor und Ballett des Mainfranken Theaters Würzburg Philharmonisches Orchester Würzburg

Uraufführung im Theater an der Wien am 05. April 1874
Premiere im Mainfranken Theater Würzburg am 17. November 2012

Die Zusammenarbeit zwischen den Theatern Würzburg und Schweinfurt hat eine lange Tradition! Nach der Operette "Wiener Blut" im Mai 2007 folgt nun das Werk, welches als Gipfelpunkt der klassischen Wiener Operette schlechthin gilt. Die Fledermaus wird die "wienerisch-ste aller Wiener Operetten" genannt. Jedoch war die von Johann Strauß selbst dirigierte Uraufführung am 5. April 1874 im Theater an der Wien - mit der Prinzipalin des Hauses, Marie Geistinger, als Rosalinde - ein Flop. Erst nach dem Erfolg des Stücks in Berlin, im "preußischen" Deutschland von 1874, setzte der Erfolg in Wien ein.

Das Publikum liebt die wunderbaren Melodien, wie Alfreds "Täubchen, das entflattert ist" oder "Trinke, Liebchen, trinke schnell", Orlofskys Couplet mit dem Refrain "'s ist mal bei mir so Sitte", Adeles "Spiel ich die Unschuld vom Lande", "O je, o je, wie rührt mich dies" und "Mein Herr Marquis", natürlich der "Csárdas" von Rosalinde - nicht zu vergessen "Glücklich ist, wer vergisst" und "Im Feuerstrom der Reben" sowie "Brüderlein und Schwesterlein". Wobei meist in den Hintergrund tritt, dass die Handlung einer Pariser Sittenkomödie aus dem Geiste eines Eugène Labiche oder Georges Feydeau entspricht. Hier ging es um die gezielte Satire auf eine bürgerliche Gesellschaft im Dilemma zwischen Adel und Proletariat. Nicht zu vergessen der damals gerade aktuelle wirtschaftspolitische Hintergrund: Bei der Uraufführung der Operette war der so genannte Gründerkrach, der Zusammenbruch und die polizeiliche Schließung der Wiener Börse am 09. Mai 1873 mit 120 Insolvenzen an einem einzigen Tag, noch in lebendiger Erinnerung. So bekommen all die Verwicklungen noch mehr Komik und Brisanz, wenn man begreift, wie aktuell das Ganze für die damalige Zeit war.

Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de

Wo ist das Event?
Theater der Stadt Schweinfurt
Roßbrunnstraße 2
97421 Schweinfurt
Wann ist das Event?
Freitag, 17. Mai 2013
19:30 Uhr
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