Komödie von Max Christian Feiler nach Niccolò Machiavelli.
16.03.2017 - 23.04.2017
Mit: Iris Atzwanger, Katarina Schmidt, Peer Jäger, Christopher Krieg, Francesco Russo
Regie: Frank-Lorenz Engel
Der junge Edelmann Callimaco liebt Lucrezia, doch die Schöné ist bereits mit dem reichen, ältlichen Senator Nicia verheiratet. Der hat hingegen ein ganz anderes Problem: Die Ehe mit seiner jungen Frau ist noch immer kinderlos, was ihn nicht nur zum Gespött der Stadt macht, sondern auch noch eine ganze Stange Geld kostet, denn die Regierung will Kinderlosigkeit hoch besteuern. Callimaco und sein Diener Siro schmieden einen ausgeklügelten Plan: Verkleidet als Arzt, verschreibt der listige Casanova Lucrezia einen Trank aus der Mandragola-Wurzel, der für Nachwuchs sorgen soll. Das Wundermittel ist nicht nur sicher, sondern todsicher: Der erste, der Lucrezia beiwohnt, zieht das ganze Gift der Mandragola an sich und muss sterben. Hin-und hergerissen zwischen der Angst vor dem scheinbar sicheren Tod und dem steuererleichternden Kinderwunsch, lässt sich Senator Nicia schließlich von der Notwendigkeit der Medizin überzeugen. Allerdings unter einer Bedingung: Ein Ersatzmann für die erste Nacht muss her – den Callimaco prompt aus der Verwandlungskiste zaubert.
Niccolò Macchiavelli, berühmt und berüchtigt für seine staatspolitischen Schriften, hat mit <em>La Mandragola </em>nicht nur eines der berühmtesten Stücke der Renaissance geschaffen. Geschrieben 1524 gilt das frech-frivole Lustspiel rund um menschliche Schwächen und Eitelkeiten heute als eine der frühesten, selbstständigen Komödien der europäischen Literatur. Entgegen der bis dahin gültigen Vorstellung vom antiken Theaterideal sprüht das Stück vor nuancenreichem Wortwitz und eilt in der Bearbeitung von Schriftsteller und Theaterkritiker Max Christian Feiler mit unglaublichem Tempo von einer Pointe zur nächsten.
Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de
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Mandragola - Frankfurt - 23.04.2017 – Copyright © 2025 Kleiner Kalender