Eine Stadt im Krieg - Bremen 1914-1918

18. Februar 2014 in Bremen

Aus den Akten auf die Bühne - szenische Lesung.

Kooperation der Universität Bremen/Fachbereich Geschichtswissenschaft und der bremer shakespeare company. Szenische Lesung aus der Reihe "Aus den Akten auf die Bühne".

Plötzlich wie über Nacht, ist das Gespenst eines Völkerkrieges zwischen den großen europäischen Nationen aufgetaucht. Ein Weltkrieg. Weiß man, was das bedeutet?, fragt am 28. Juli 1914 die Bremer Bürgerzeitung und antwortet /erklärt nüchtern / präzise: Gegen einen modernen Weltkrieg sehen alle früheren Kriege wie harmlose Streitereien aus. Nicht nur wegen der ungeheuer viel größeren Soldatenmassen und der Vervollkommnung der Mordwerkzeuge, sondern vor allem wegen der Wirkung des Krieges auf das Leben der Gesellschaft. Fünf Tage später, am 1. August 1914 ruft Kaiser Wilhelm II die allgemeine Mobilmachung aus. Der Belagerungszustand tritt in Kraft und das Militär übernimmt die Aufsicht über die öffentliche Ordnung, in Bremen hat das Stellvertretende Generalkommando des IX. Armeekorps in Altona den Oberbefehl.
In der sechsten Inszenierung der Reihe "Aus den Akten auf die Bühne" geht es um Bremen während des Ersten Weltkriegs.
Wie schreibt sich der Krieg in das alltägliche Leben der Stadt ein? Wie verändert der Krieg das Leben in der Stadt? Welche Hoffnungen, Erwartungen, Ängste löst er bei den Menschen aus? Wie verändert sich ihr Handeln durch den Krieg? Wie gestalten, erleben und erleiden sie die "Heimatfront"? Wie verändern sich die Beziehungen zwischen Männern und Frauen durch die Trennung, durch die Erfahrungen an Front und "Heimatfront"? Was bedeutet die Feminisierung der Stadt?
Die Lesung lädt die Zuschauer zu einer Zeitreise ein, beleuchtet Orte, Personen, Ereignisse und Entwicklungen von vor hundert Jahren und bringt sie mit überlieferten Dokumenten zum Sprechen. Die Nagelung des eisernen Roland zwischen altem und Neuen Rathaus, das Sammeln und Versenden von "Liebesgaben" für Soldaten, die Nachbildung eines Schützengrabens samt Offiziersstand "Zum Stillen Frieden" auf dem Stadtwerder sind nur einige Beispiele für die Mobilisierung der "Heimatfront". Die "Volksgemeinschaft " auf der Bühne und der Bremer Theaterskandal im September 1914, die Errichtung eines von der Industrie geförderten und geforderten Kriegsgefangenenlagers im Industriehafen und die Reaktionen der Bevölkerung auf die "feindlichen Soldaten", die Tagebuchblätter eines Dompredigers, die Proteste vor der Lebensmittelkommission, die Briefe zwischen Anna und Robert Pöhland u.a. mehr zeigen wie der Krieg in der Stadt allgegenwärtig ist. Die Lesung versetzt das Publikum wie in einer Zeitreise hundert Jahre zurück. Sie beleuchtet Orte, Personen, Ereignisse und Entwicklungen und bringt sie mit überlieferten Dokumenten zum Sprechen.
Mehr unter www.sprechende-akten.de

Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de

Wo ist das Event?
bremer shakespeare company
Schulstr. 26
28199 Bremen
Wann ist das Event?
Dienstag, 18. Februar 2014
19:30 Uhr
Seit 2801 Tagen vorbei!

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