Peer Gynt

14. März 2014 in Cottbus

Die Geschichte des egozentrischen Phantasten und rastlosen Abenteurers Peer Gynt ist eine Paraphrase über die Suche des Menschen nach dem Sinn des Lebens. Seine selbstbezogene Maxime „Ich tu‘, was ich will“ treibt Peer in den Einflussbereich der zynischen und zugleich verführerischen Trolle, die weder Moral noch Menschlichkeit kennen. Und so wird auch er ein skrupelloser Emporkömmling ohne jedes Verantwortungsgefühl. Sein ehrgeiziges Ziel ist es, als Kaiser über die ganze Welt zu regieren. Immer weiter verstrickt sich Peer Gynt in das Netz der Trolle, die ihn für sich beanspruchen, ihn nötigen und narren. Nur Solveig, die er in seiner norwegischen Heimat zurückgelassen hat, scheint ihn aus der Umklammerung des Bösen retten zu können. Ihr aufrichtiger Glaube an ihn und ihre treue Liebe zeigen Peer Gynt letztlich, wo er das wirkliche Kaiserreich finden könnte.

Henrik Ibsen schrieb sein dramatisches Gedicht „Peer Gynt“ (1867) fernab der norwegischen Heimat. Selbst mehr oder weniger ziellos in Europa unterwegs, spürte er den Wegen der Selbsterkenntnis und dem Rätsel menschlicher Natur nach. In freier Anlehnung an diese literarische Vorlage komponierte Werner Egk seine dreiaktige Oper, die 1938 an der Berliner Staatsoper ihre Uraufführung erlebte. Farbenreiche Stimmungsmalereien, kräftige Zeichnungen der Figuren und eine rhythmisch pointierte und mit Mitteln der Parodie arbeitende Charakterisierung des Trollreiches zeugen von außerordentlichem musikalischen Phantasiereichtum. Nach knapp fünfzig Jahren ist die Oper PEER GYNT von Werner Egk wieder am Staatstheater zu erleben.

Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de

Wo ist das Event?
Staatstheater Cottbus (Großes Haus)
Schillerplatz 1
3046 Cottbus
Wann ist das Event?
Freitag, 14. März 2014
19:30 Uhr
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Peer Gynt - Cottbus - 14.03.2014 – Copyright © 2019 Kleiner Kalender