Ruanda-memory

26. April 2014 in Dresden

Im April 2014 wird in Ruanda die Regenzeit beginnen. Wie vor zwanzig Jahren, als dort die lange erahnte Katastrophe ausbrach: eine Million Menschen wurden in hundert Tagen hingeschlachtet. Warum richten wir unseren Blick nun wieder nach Ruanda, rufen uns die Geschehnisse ins Gedächtnis? –, Nach dem Holocaust schien es 1945 einhelliger Konsens: so etwas darf nie wieder geschehen. Doch die Vorgänge in Ruanda sind nur ein Beispiel aus der jüngeren Geschichte, die uns daran erinnern, wie fragil das menschliche Miteinander ist . Das Agieren des „,Westens“, hat in diesem Geschehen eine erhebliche Rolle gespielt. Wir richten den Blick nach Ruanda, weil wir verstehen wollen. - Wie dünn ist das Eis? Wie schmal der Grat humanen Zusammenlebens? Ein Radio, eine Machete, ein Telexgerät, ein Mobiltelefon, eine Identity-Card, ein Stück Wellblech, ein Fußball, ein Blauhelm und eine Flasche Primus-Bier werden zu Berichterstattern, zu Handlungsträgern und Zeugen. Dahinter erscheinen Lebensgeschichten und Berichte. Der Diskurs wird zu einer Reise in das Ruanda von 1994. - Eine Geschichte aus Einzelteilen, biografischen Versatzstücken und offiziellen Verlautbarungen. Objekte werden zu Handlungsträgern, hinter ihnen tauchen die Menschen auf, die diese Objekte produziert, manipuliert und eingesetzt haben. Heiki Ikkola, Jahrgang 1969, absolvierte die Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" Berlin / Abteilung Puppenspielkunst, an der er heute regelmäßig als Gastdozent unterrichtet. Nach dem Studium war Heiki Ikkola als Puppenspieler, Regisseur, Schauspieler und Autor mit seiner eigenen Compagnie Circus Kaos freischaffend tätig und übernahm Aufträge an Theatern wie der Staatsoper Unter den Linden Berlin, Theater an der Parkaue Berlin, Theater Waidspeicher Erfurt, Theater Bernburg, Thalia Theater Halle, Selfraising Theatre Sydney, Volkstheater Rostock und anderen. Von 1999 bis 2005 war er als Künstlerischer Leiter des Puppentheaters Dresden beschäftigt. In Dresden richtete er auch gemeinsam mit Helmut Raeder das Internationale Festival für Theater, Vergnügen und Musik, den Scheune-Schaubuden-Sommer aus.Seit 2006 bilden Sabine Köhler und Heiki Ikkola das Kernteam der Compagnie Freaks und Fremde. Sabine Köhler wurde 1973 in Berlin geboren. Sie studierte Puppenspielkunst in der HfS "Ernst Busch" Berlin und arbeitet freiberuflich als Puppen-/Objekttheaterkünstlerin. In ihrer Zusammenarbeit entstehen gemeinsame Theaterproduktionen auf der Grenze von physischem Ausdruck, Objekt- und Puppentheater, ein narratives poetisches Theater, das sich der Begegnung mit dem Fremden und Außergewöhnlichen widmet. Kern dieser Arbeit sind vor allem auch Theaterreisen, auf denen es zu kulturellem Austausch und einschneidenden Erfahrungen kommt, die spätere Arbeiten prägen und für einen wachen Blick sorgen. Für ihre Theaterarbeit erhielten sie mehrere Preise und war auf Gastspielreisen in ganz Deutschland, in Australien, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Indien, Iran, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Österreich, Pakistan, Polen, Russland, in der Schweiz, Schweden, Tschechien und Tunesien zu Besuch. Mitwirkende: Idee und Mitwirkende: Sabine Köhler, Heiki Ikkola

Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de

Wo ist das Event?
Societaetstheater
An der Dreikönigskirche 1a
1097 Dresden
Wann ist das Event?
Samstag, 26. April 2014
20:00 Uhr
Seit 2034 Tagen vorbei!

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Ruanda-memory - Dresden - 26.04.2014 – Copyright © 2019 Kleiner Kalender