Anatol

25. Oktober 2014 in Berlin

Schauspiel von Arthur Schnitzler.

PREMIERE //
27./28./29.03. – 20:00 Uhr
auch am: 24./25.04. – 20:00 Uhr

Anatol
<em>Schauspiel von Arthur Schnitzler</em>
„Ihr Kopf liegt in meinem Schoß. Gewiss konnte sie in diesem Augenblick nichts anderes denken als mich. Während ich den warmen Hauch ihres Mundes auf meiner Hand fühlte, erlebte ich das Ganze schon in der Erinnerung. Es war eigentlich schon vorüber. Sie war wieder eine von denen gewesen, über die ich hinweg musste. Das Wort selbst fiel mir ein, das dürre Wort: Episode. Und dabei war ich selber irgendetwas Ewiges...“ Anatol: Ein Hypochonder der Liebe im ständigen Widerspruch zwischen leidenschaftlicher Begierde und rasender Eifersucht schaut auf die schillernden Straßen seiner Stadt. Der geistreiche Melancholiker und Illusionist hofft in jeder flüchtigen Begegnung das Absolute in Gestalt einer Frau, die wirkliche, einzige und wahre Liebe zu finden, doch betrügt dabei seine Geliebten wie sich selbst immer wieder aufs Neue und wird dadurch zum Spiegel der modernen urbanen Gesellschaft. In den Gesprächen mit seinem besten Freund, dem scharfsinnigen Skeptiker Max, reflektiert Anatol wortreich seine Manöver von Affäre zu Affäre und diskutiert mit ihm über Treue und Wahrheit in der Liebe. In zielloser Unruhe richtet Anatol zahlreiche Spielarten von Liebe und Beziehungsarrangements ein, auf die er seine Wunschvorstellungen überträgt, um seine innere Leere und Einsamkeit zu betäuben. Im Chaos seines unstillbaren Hungers nach Liebe, Selbstbehauptung und Einzigartigkeit werden die Frauen zu austauschbaren Projektionsflächen, die jedoch durch ihre subversive Eigenwilligkeit Anatols Stimmungsmomente demontieren.

Auf der Bühne der Brotfabrik treten zwei Männer und eine Frau mit- und gegeneinander an, um diesen Reigen der Hoffnungen und Zweifel, der Täuschungen und Enttäuschungen zu spielen, die Arthur Schnitzlers in seinem Frühwerk „Anatol“ mit viel Wortwitz und Situationskomik gestaltet hat. In der Kurzlebigkeit urbaner Beziehungen sind alle Gewinner und Verlierer. Schnell. Flüchtig. Fragmentarisch.

<em>Mit: Matthias Hinz, Peter Johan, Melissa Anna Schmidt // Regie: Johanna Hasse // Bühne & Kostüme: Ann Gontarek // Dramaturgie & Licht: Thomas Schick // Video: Anja Mayer // Regieassistenz: Michaela Nocker //</em>

Weitere Informationen: http://www.facebook.com/Anatol2014
Eintritt: 12,- € // erm. 8,- €

Quelle: kulturkurier / Kulturclub.de

Wo ist das Event?
Brotfabrik Berlin
Caligari Platz 1
13086 Berlin
Wann ist das Event?
Samstag, 25. Oktober 2014
20:00 Uhr
Seit 2195 Tagen vorbei!

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Anatol - Berlin - 25.10.2014 – Copyright © 2020 Kleiner Kalender